Wer ist denn eigentlich der (Wild) - Guppy?
Sein aktuelle gültiger wissenschaftlicher Name ist poecilia
reticulata.
Der Guppy gehört zu Ordnung der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes).
In dieser Ordnung gehört er der Familie der lebendgebärenden
Zahnkarpfen (Poeciliidae) an.
Seine Unterfamilie sind die Poeciliinae.
Der Guppy in seiner Wildform stammt aus
Brasilien (nördlich des Amazonas), aus Venezuela, Guyana, Trinidad und
Barbados. Heute ist er jedoch durch die Probleme der modernen
Wegwerfgesellschaft in allen wärmeren Gebieten der Erde zu finden.
Er ist ebenso in Gewässern mit ruhigem Fließverhalten zu finden, wie in
stehenden Gewässern. Der Guppy wurde teilweise sogar in Brackwasser an
Flussmündungen oder auch in Abwassertümpeln gefunden.
Steckbrief des (Wild) - Guppys:
| Alter |
2 - 3 Jahre |
| Größe |
3 - 6 cm |
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| Beckengröße |
ab
60 cm Kantenlänge
oder 54 Liter |
| Schwimmbereich |
oben
(tagsüber) |
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| Temperatur |
20 - 30° Celsius |
| Wasserhärte |
kleiner 30° DH |
| PH Wert |
6 - 8,5 |
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| Haltung |
kleine Gruppe mit mindestens 5
Tieren |
| Geschlechtsunterschiede |
Männchen bunter und kleiner mit
zum Gonopodium umgeformter Afterflosse |
| Nachzucht |
bis zu 1cm große, fertig
entwickelte Fische |
| Tragzeit |
20 - 60 Tage (Richtwert 28
Tage) |
Der Hochzuchtguppy
Der Hochzuchtguppy unterscheidet sich nicht nur in
der äußeren Erscheinung von seinem Urahn, sondern ich möchte noch etwas
weiter gehen und behaupten, das diese Fische eigentlich nicht mehr viel
gemeinsam haben, um nicht sogar die Behauptung in die Welt zu setzen, ein
Hochzuchtguppy ist eine eigene Unterart der lebendgebärenden Zahnkarpfen.
Aber so sehe ich ihn, den Hochzuchtguppy.
Um meine Behauptung zu unterstreichen, führe ich in
einer Tabelle die Eckdaten für die Haltungsbedingungen auf dieser Seite
unten auf.
Es sollte sich jeder Guppyzüchter bewusst sein,
dass er nicht, wie etwa bei anderen Arten, einen stark an die Wildform
gebundenen Fisch mit kleinem genetischem Potential züchtet, sondern den wohl
genetisch vielfältigsten Fisch der Welt.
Der Kern meiner Behauptung beruht auf das Faktum,
dass ein Hochzuchtguppy, ganz gleich in welcher Zuchtform, immer ein
genetisch mutierter "Krüppel" der Wildform ist.
Außerdem sollte man nie außer Acht lassen, dass
unsere Guppys seit hunderten von Generationen kein fließendes Gewässer auch
nur im Ansatz gesehen haben, oder gar Umwelteinflüssen irgendeiner Art
ausgesetzt waren. Der Hochzuchtguppy in unseren Aquarien lebt daher, meiner
Meinung nach, direkt in seinem natürlichen Terrain, dem Aquarium, unter
sterilen Bedingungen mit Heizstab, künstlicher Beleuchtung und Wasser mit
besten konstanten Werten.
Der Hochzuchtguppy ist zu einem empfindlichen, an
diese, fast schon klinischen, Bedingungen seines Lebensraumes
akklimatisierten Fisch geworden. Wird dieses Gleichgewicht in einem
bestimmten Maße gestört, oder durch Veränderung der Lebensräume
umstrukturiert, so haben wir binnen weniger Tage das Resultat: die
Hochzuchtguppys reagieren auf diese Veränderung durch plötzlich auftretende
Krankheiten oder ein völlig verändertes Verhalten.
Hier nun die Tabelle aus meinen eigenen Erfahrungen
zu den Bedingungen mit meinen Hochzuchtguppys:
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Wassertemperatur |
Jungfische: 25-28°C - Altfische: 23-26°C |
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Wasserhärte |
10-20° DH (bei Großflossern lieber härter) |
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PH - Wert |
6,5 - 8,5 |
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Größe Männchen |
gemäß IHS bis max. 6 cm Gesamtlänge |
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Größe Weibchen |
6 - 8 cm |
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Alter Männchen |
1 Jahr bis maximal 2 Jahre |
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Alter Weibchen |
2 - 3 Jahre |
Noch ein paar vielleicht hilfreiche Tipps für Euch
(aus meinen Fehlern):
- Setzt niemals Guppys aus unterschiedlichen
Stämmen zusammen! Es kann passieren, dass Krankheiten in massiver Form
auftreten!
- Nie fremde Fische ohne Quarantänezeit von 6
Wochen in Stämme integrieren. Probiert nach dieser Zeit erst einmal mit
alten, nicht zur Zucht benötigten Fischen die Kompatibilität zum vorhanden
Stamm.
- Niemals nur eine Linie halten, immer mindestens
zwei!
- Fragt langjährig erfahrene Züchter um Rat bei
Problemen!