Fischkrankheiten
Immer wieder
hört man aus Aquarianerkreisen die interessantesten
Methoden um Krankheiten zu erkennen und zu behandeln. Ich
habe mich mit dem Thema schon längere Zeit intensiv
befasst, und auch einen Artikel für die Zeitschrift
"Guppy-Report" verfasst.
Als kleine
Einleitung zu den angewandten Heilmethoden, die als
bessere Alternative zur chemischen Keule stehen, habe ich
den Artikel weiter unten für alle lesbar zur Verfügung
gestellt.
Es gibt im Netz
schon einige gute Seiten mit den verschiedensten
Aufbauten, jedoch fehlen mir immer ein wenig die
Alternativen, damit meine ich nicht sofort den Hammer aus
der Apotheke oder dem Chemiebaukasten. Ich habe in einer
weiteren Seite alle mir bekannten Krankheiten aus diversen
Büchern recherchiert, und als Tabelle sowohl mit der
chemischen Behandlungsmöglichkeit als auch mit
alternativen, naturnahem Mitteln versehen.
Eine Krankheit
kann allerdings nur richtig behandelt werden, wenn sie
auch richtig erkannt und bestimmt werden kann - und das
können die wenigsten. Die absolut falsche Adresse um Hilfe
zu bekommen ist der Zoohändler, denn die Mitarbeiter sind
erfahrungsgemäß mehr als schlecht ausgebildet, und können
Diagnosen genauso gut (oder schlecht), wie ein Laie
stellen.
Der
Gang zum erfahrenen Züchter, zum Tierarzt oder (Tier-)
Heilpraktiker ist definitiv notwendig, wenn der
Erfahrungsschatz nicht ausreicht, oder sichtbare Symptome
nicht eindeutig zugeordnet werden können.
Nun aber der
Link zur Tabelle mit den Krankheiten, Symptomen und den
Behandlungsmethoden und Behandlungsalternativen:
Tabelle
Mein Artikel
(gekürzt) aus dem "Guppy Report" Ausgabe 3/2006
Hallo liebe Guppygemeinde!
Durch einige aktuelle Themen aus der Behandlung von
Krankheiten angeregt, habe ich, in Kooperation mit zwei
erfahrenen Heilpraktikern, mich dazu entschlossen etwas
mehr über alternative ganzheitliche Heilmethoden zu
schreiben.
Ich habe es ja schon im Guppyfreunde Forum
angekündigt, und dank mehrfach positiver Resonanz mich nun
endlich aufgerafft, meine Erkenntnisse an die
Guppygemeinschaft weiterzugeben.
In den vergangenen Jahren, in denen ich meinem Hobby, der
Aquaristik, verfallen bin, ist mir immer wieder eines
negativ aufgefallen – unsere Fische werden immer mehr
resistent, gegen Behandlungsmethoden mit Antibiotika oder
anderen chemischen Medikamenten.
Teils wird dieses Problem auf dem Sektor der bei
Großzüchtern und auch bei Hobbyzüchtern praktizierten
Taktik der „viel hilft viel“ Methode verursacht, oder aber
auch durch Unwissenheit über die Krankheitssymptome, und
daraus resultierende jahrelange falsche Medikation von
Fischen.
Ich habe in der Vergangenheit selbst vielen Fischen den
Gar ausgemacht, durch schlichtweg falsche Behandlung von
sekundären Erkrankungen, ohne den Fisch genauer unter die
Lupe zu nehmen und die akuten Erkrankungen zu analysieren.
Bevor ich jedoch im Einzelnen auf Testungs- und
Behandlungsmethoden eingehe, sollte sich jeder Züchter
noch einmal einiger grundlegender Dinge bewusst werden:
Eine augenscheinliche Flossenfäule kann z.B. einen
schweren Befall mit Darmparasiten verbergen oder einen
bakterielle Infektion der inneren Organe als Grund für
ihren Ausbruch haben, denn das Leben ist ein
immerwährender Kampf gegen Angreifer auf das Immunsystem,
sowohl beim Menschen, als auch beim Guppy.
Wenn ich von manchen Züchtern immer wieder die Aussage
höre, er habe keine kranken Fische, ist dies entweder
einfach nicht wahr, oder aber der Züchter will es für sich
nicht wahr haben. Unsere Fische sind ständig krank, ebenso
wie wir Menschen, und nur mit einem gesunden Immunsystem,
gestärkt durch gute Lebensbedingungen und eine ausgewogene
Ernährung, kommen diese Infektionen nicht zum Ausbruch.
Im Umkehrschluss bedeutet dies, ein Organismus ist
immer nur so gesund, wie sein direktes Umfeld.
Wenn es also zu einer Erkrankung von Fischen kommt, ist
also in erster Linie die Ursache in den Lebensbedingungen
zu suchen. Der Störfaktor - oder auch mehrere - der das
Immunsystem des Guppys für sichtbare Krankheiten anfällig
macht, also stark beeinträchtigt, ist also immer im Wasser
oder im direkten Umfeld des Guppys zugegen. Teils werden
Krankheiten, wie auch bei uns Menschen, durch Stress,
schlechte Lichtverhältnisse (z.B. Depressionen), oder
andere oft vernachlässigte Faktoren ausgelöst.
Das führt für mich zu der Schlussfolgerung, dass
Erkrankungen, die ein gesundes Immunsystem durchaus
bekämpft, und nur bei schlechten Lebensbedingungen oder zu
starker Belastung mit Parasiten, oder ähnlichem, erst zum
Ausbruch kommen.
Beleuchtungsfehler
Die Lebensbedingungen für die Guppys, wie Umfeld, Wasser
und Beleuchtung sollten wir achten, hier ist die Idee zu
Sparen falsch. Auch meinen manche Züchter, in der
Mittagszeit das Licht ausmachen zu müssen, um eine
Erholungsphase schaffen zu können, wäre gesund – ich denke
darüber etwas anders. Bei Lebewesen die aus der
Äquatornähe stammen ist der Tag/Nacht Rhythmus regulär
immer 12 Stunden Tag, und 12 Stunden Nacht. Und eine Sonne
die mittags für eine Stunde untergeht, habe ich außer bei
totaler Sonnenfinsternis noch nicht gesehen.
Auch reicht es keinesfalls aus, in einem Kellerraum in
totaler Finsternis mit nur einer 36 Watt Neonlampe den
ganzen Tag Licht für 40 Becken zu erzeugen. Ein Leben im
Halbdunkeln mag für manche schön sein, aber Lebewesen die
im Ursprung aus Regionen stammen, in denen man für
mindestens 10 Stunden volle Sonneneinstrahlung hat, ist
das definitiv zu wenig.
Licht ist Leben, und ohne Licht können die wichtigsten
Stoffwechselprozesse nicht mehr ablaufen, was im Schluss
bedeutet, die Guppys erkranken aufgrund übertriebener
Sparmaßnahmen.
Störfaktoren im Umfeld
Das Umfeld ist für Mensch und Tier ebenso wichtig. Ein
Guppy ist nun mal kein Raubfisch, sondern ein ziemlich
kleiner Fisch mit dem Drang, bei Gefahr oder Bedrohung zu
flüchten. Ein Becken ohne Versteckmöglichkeiten wie
wenigstens einem Filter unter oder hinter dem sich der
Fisch verstecken kann ist wie eine Falle ohne
Fluchtmöglichkeiten. Diese fehlenden Verstecke lösen hohen
Stress beim Guppy aus, und der Fisch wird auf Dauer
ebenfalls geschwächt, und erkrankt.
Etwas Bepflanzung, oder wie ich es praktiziere, den Filter
etwas mittiger zu platzieren, und in Becken ohne
Filterversteck etwas von dem bekannten und allseits
beliebten grünen Geflecht als Versteck anzubieten, hilft
hierbei Wunder.
Das Wasser
Ohne Wasser, kein Leben – aber auf das Unsichtbare im
Wasser kommt es an. Die häufigsten Wasserwechsel nutzen
nichts, wenn mein Ausgangswasser nicht lebensgerecht ist
für meine Guppys.
In den Foren und auf Homepages liest man immer öfter,
welche Tipps jeder Einzelne den anderen Züchtern und Laien
gibt, und das in teilweise wirklich schon übertriebener
und/oder schlichtweg unwahrer Form.
So zum Beispiel ein eigentlich sonst sehr vernünftiger
Züchter, der sein Wasser jeden Tag in den Becken zu 50%
wechselt – wo bitte ist hier die Notwendigkeit dazu?
Wenn das Wasser nach 24 Stunden so schlecht ist, dass die
Guppys krank werden, ist doch das Problem an der Quelle
des Wassers zu suchen, und nicht erst im Becken durch
ständige Wasserwechsel. Der erste Schritt ist dann nach
fachkundigem Rat aus den Foren sofort der Griff nach den
interessantesten Filtern und Mittelchen, ohne eigentlich
zu wissen, was genau im Wasser die Krankheiten im
Endeffekt verursacht.
Im Gegenteil, mit diesen Filtern und Mittelchen zerstöre
man die guten Eigenschaften des Wassers gleich mit.
Spurenelemente werden herausgefiltert, Nährstoffe und
Bakterien zerstört, und „totes“ Wasser erzeugt. Es ist wie
wenn man sprichwörtlich „mit Kanonen auf Spatzen schießt“,
der Kollateralschaden - manche führen hier im übertragenen
Sinne regelrecht einen Krieg gegen ihre Guppys - ist
größer als der hieraus resultierende Nutzfaktor.
An diesem Punkt bin ich jetzt bei der Überleitung zu dem
eigentlichen Kernthema angelangt, der ganzheitlichen
Sichtweise.
Es ist, wie man bei genauem Lesen und auch Nachdenken über
das oben geschriebene festgestellt hat, nicht mit der
Methode „irgendetwas hilft schon“ getan. Im ersten Moment
verspricht diese Methode zwar eine Lösung des sichtbaren
Problems, der Ausbruch der nächsten Immunschwäche ist
jedoch nur eine Frage der Zeit.
Die gängigen Behandlungsmethoden der Tiermedizin
funktionieren nämlich nur nach dem Schema der Bekämpfung
der sichtbaren Symptome, zum Teil bis hin zum Zerstören
der Umweltbedingungen, um eine Krankheit zu eliminieren,
und dadurch der Nächsten einen besseren Nährboden zu
geben.
Die ganzheitliche Sichtweise von Lebewesen ist unserer
Medizin verloren gegangen. Man lebt davon, die Symptome
einer sekundären Sache zu bekämpfen, und die primäre
Ursache dabei zu vergessen.
Gesundheit gibt es allerdings nur als Ganzes - das
Lebewesen und sein gesamtes Umfeld.
Ist ein Guppy erkrankt, reicht es nicht aus, den Griff in
den Arzneischrank zu tun, oder gar zu einem Tierarzt zu
laufen, sondern man muss objektiv versuchen die
Lebensgrundlagen als Erstes zu analysieren. Sicherlich ist
diese Maßnahme ebenfalls erforderlich, jedoch helfen viele
Medikamente wie Eingangs erwähnt nicht mehr, da sie
schlichtweg missbraucht wurden und werden.
Die Ursachen liegen wie sie bei uns Menschen
sprichwörtlich “in der Luft“ liegen, beim Fisch im Wasser.
Hier findet man alle notwendigen Informationen, um zu
erkennen, was den Guppy krank macht.
Aus dem Physikunterricht ist sicherlich allen der Begriff
„Schwingung“ noch bekannt. Oder auch das Atommodell in dem
Elektronen und Neutronen um den Zellkern kreisen.
Jedes Atom und jede Materie hat eine bestimmte Schwingung.
Licht und Schall zum Beispiel schwingen in einem
spezifischen Frequenzspektrum. Alle Stoffe, ob gasförmig,
flüssig oder fest haben ihre eigene Schwingungsfrequenz,
somit auch Medikamente, Wasser, Futter und sonstige
Störfaktoren.
Die Testung der Störquellen:
Die Testung funktioniert kinesiologisch, als
Arbeitsinstrument wird der Muskeltest (Biofeedback) - eine
Art Rückmeldesystem von Körper, Geist und Seele -
eingesetzt.
Benötigt wird lediglich eine kleine Wasserprobe oder der
direkte Kontakt zu dem Aquarium.
Anhand von Testsätzen mit mehreren hundert Proben von
diversen krankmachenden Stoffen, wird diese Wasserprobe,
stellvertretend vom Tester überprüft. Durch diese Testung
kann man aus diesen Proben die Ursache in kurzer Zeit
genau ermitteln.
Jeder Heilpraktiker hat hierzu seine eigene
Vorgehensweise, und man sollte wirklich nur
erfahrene Therapeuten hier zu Rate ziehen.
Die Behandlung:
Wie oben erwähnt, wird auch hier der Muskeltest
eingesetzt, nachdem der Störfaktor ermittelt ist. Anhand
von Produkten aus der Hömöopathie und anderen Bereichen,
kann nun schnelle Hilfe geleistet werden, und das
ursächliche Problem, sowie die sekundären Erkränkungen
eliminiert werden.
Zum Einsatz kommen in der Behandlung diverse Medikamente,
mit sehr guter Wirkung, da der Guppy, anders als der
Mensch, nicht „denkt“ und Heilung durch seine naturnahe
Art besser annimmt.
Gruß
Thorsten & das Team
von
www.braun-heilpraxis.de
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